PEACE SUMMER SCHOOL Trogen 11.-17. Juli 2026
 

Über uns

Wir sind eine generationenübergreifende Gruppe von Menschen, die durch Rajagopals Arbeit von Herzen berührt wurden und uns dafür einsetzen, den Friedensimpuls zu verstehen, tatkräftig umzusetzen und in die Welt zu tragen.

Wir kommen aus verschiedenen beruflichen Feldern und sind in verschiedenen Lebenslagen, von Schule, Studium bis Pensionierung.

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich für den Frieden einsetzten wollen







Unser Partner

EKTA PARISHAD
Ekta Parishad ist eine soziale Basisbewegung, die sich seit 1991 in Zentral- und Südindien für die Rechte der ärmsten Bevölkerungsgruppen – der Landlosen und UreinwohnerInnen – einsetzt.
CESCI steht für «Centre for Socio-Cultural lnteraction», ein sozio-kulturelles Begegnungszentrum in Madurai, im Bundestaat Tamil Nadu in Südindien. Das Zentrum wurde 1993 von der Schweizerin Maja Koene in Zusammenarbeit mit Rajagopal gegründe
Die Bewegung des Gemeinsamen Rats – so kann man den Hindi-Ausdruck übersetzen – setzt sich seit ihrer Gründung 1990 mit gewaltfreien Mitteln und Methoden für Verbesserungen der Lebensbedingungen aller Benachteiligten, etwa die Hälfte aller in Indien lebenden Menschen, und in allen Lebensbereichen ein. Die Probleme der mehr oder weniger willkürlich in Gruppen wie Adivasi, Dalits, Fischerfolks oder Nomaden eingeteilten existentiell bedrohten Menschen sind unterschiedlich, lassen sich jedoch auf mangelnden Zugang zu Wasser, Wald und vor allem Land zusammenfassen. Sie sind von Naturkatastrophen bedroht, von staatlichen Verwaltungsstellen vernachlässigt und haben unter den Auswir-kungen der rücksichtslosen Industrialisierung und dem Kampf um Rohstoffressourcen zu leiden. In den meisten der indischen Bundesstaaten von der Südspitze bis zum Himalaya helfen viele motivierte und engagierte Frauen und Männer von Ekta Parishad vorwiegend ländlichen Gemeinschaften die Nahrungsversorgung, die Arbeitsbeschaffung und das kultu-relle Zusammenleben selbstbestimmt zu bewältigen. Mobilisierung zur Schaffung eines öffentlichen und politischen Interesses ist der erste Schritt, der Dialog mit allen zuständigen Stellen über die Missstände und Möglichkeiten ihrer Beseitigung der zweite und der dritte ist der konstruktive Wiederaufbau zerstörter, vernachlässigter oder fehlender Strukturen.
Ekta Parishad ist ein schwer zu fassendes »Phänomen«, wie es in einer Studie über die Funktionsweise der Bewegung (Margrit Hugentobler) heißt, weil die Bewegung keine »Organisation« im üblichen Sinne ist und dennoch engagiert, sichtbar und wirksam arbeitet. Die völlige Unabhängigkeit von parteipolitischen, gewerkschaftlichen, religiösen oder wirtschaftlichen Interessen ermöglicht eine vielfältige, den jeweiligen natürlichen und sozialen Katastrophen angepasste Maßnahmen gemeinsam mit den Betroffenen zu ergreifen. Die in dieser Bewe¬gung zusammenarbeitenden Menschen werden als Aktivisten bezeichnet. Eine bessere Bezeichnung konnte bislang nicht gefunden werden. Mitarbeiter, wie in Firmen und Organisationen würde so klingen, als erhielten sie für ihre Arbeit Lohn oder Gehalt. Zwar wird gemeinsam darauf geachtet, dass die Aktivisten genug zum Leben haben, aber eine an die Stellung in der Bewegung oder an eine Leistungsbeurteilung geknüpfte Besoldung gibt es nicht. Es bedarf daher Trägervereine, die Stipendien und Unterstützungszahlungen leisten können.
Das äußerst effiziente Funktionieren und Zusammenarbeiten der rein ideell verpflichteten, über ganz Indien verteilten hunderttausende in Ekta Parishad tätigen Aktivisten stellt für Freunde, Bewunderer und Förderer der Bewegung ein faszinierendes Forschungsfeld dar. Gerade weil es nur gemeinsam verabredete, auf die Situationen und Bedürfnisse angepasste Regeln gibt, sind diese allen Beteiligten bekannt und werden streng beachtet und ihre Missach¬tung wird geahndet. Jede der beispiellosen Aktionen – der Janadesh Marsch 2007 mit 25.000, der Jansatyagraha Marsch mit 100.000 von Gwalior nach Delhi in etwa 30 Tagen – war nicht nur ein Fest, sondern bedurfte einer unglaublich disziplinierten und effizient geplanten Logistik. Während alle an den Märschen Beteiligten klare Vorstellungen von dem haben, was von den staatlichen Stellen gefordert wird und verhandelt werden muss, ist die gewaltfreie auf gerechte Zusammenarbeit gerichtete Mobilisierung Schwerpunkt dieser volksbewegten Aktionen. Ein Freund von Ekta Parishad begleitete die Aktionen über 20 Jahre und dokumentierte die Ergebnisse in einem umfangreichen Buch. (Struggle for Peace and Justice, Studera Press, Delhi (2020))

Links:

Walk for Peace, Bhikkhu Pannakara vom Huong Dao Vipassana Bhavana Center leitet die 19 vietnamesisch-buddhistischer Mönche an, welche am 26. Oktober 2025 zu einem Marsch für den Frieden gestartet sind und darauf abzielt Frieden, Mitgefühl und Einheit in den USA und auf der Welt zu fördern. Am 10. Februar 2026 wollen sie Washington ankommen.